Methodik und Einordnung

Historische Momentaufnahme öffentlich sichtbarer Google-Hinweise. Ein Hinweis belegt weder rechtswidriges Verhalten noch missbräuchliche Beschwerden oder die Unterdrückung berechtigter Kritik.

Was erfasst wird

Das Dashboard dokumentiert Google-Maps-Profile im Raum Nürnberg. Erfasst werden Profilname, Kategorie, Adresse, Koordinaten, Google-Link, angezeigte Sternebewertung und Rezensionszahl, Hinweisspanne und Abrufzeitpunkt. Die Website veröffentlicht keine Rezensionstexte und keine Namen von Bewertenden oder Beschwerdeführenden.

Google beschreibt die Hinweise als Entfernungen wegen Diffamierungsbeschwerden innerhalb der letzten 365 Tage. Dieser Zeitraum bezieht sich auf den damaligen Abruf, nicht auf den heutigen Besuch dieser Website. Google nennt Bereiche wie 21–50 oder über 250, keine durchgehend exakten Zahlen.

Erhebung und Datenstand

Profile werden über Google-Maps-Suchen mit Kategoriebegriffen und Postleitzahlen gefunden und automatisiert ausgelesen. Optional dient die Places API der Ortssuche. Das ist keine vollständige Erhebung aller Betriebe und keine manuelle Einzelprüfung sämtlicher Ergebnisse.

Der Zeitpunkt unter „Datenabruf“ gehört zum jeweiligen gespeicherten Eintrag. Der neueste Abruf im Dashboard ist kein gemeinsamer Prüfzeitpunkt aller Profile. Fehlgeschlagene Abrufe oder später nicht mehr erkannte Hinweise können zur Beibehaltung eines älteren Datensatzes mit dessen ursprünglichem Abrufdatum führen. Ein unveränderter Eintrag bedeutet deshalb nicht, dass der Hinweis heute noch sichtbar ist.

Beim nächsten Abruf nicht mehr erkannte Hinweise dürfen nicht allein als bestätigte Löschung des Hinweises behandelt werden. Sie benötigen eine Nachprüfung. Bis dahin beschreibt das Dashboard ausschließlich die ältere Beobachtung, keine aktuelle Bestätigung.

Spannen und Modellanteile

Die Übersicht sortiert nach der beobachteten Google-Spanne, innerhalb derselben Spanne alphabetisch. Aus der Spanne wird keine Bewertung der Betriebsqualität abgeleitet.

Für zusätzliche Modellkennzahlen verwendet das Dashboard den Mittelpunkt geschlossener Spannen, zum Beispiel 35,5 für 21–50. Für über 250 wird der frei gewählte Rechenwert 300 verwendet; er ist keine Schätzung mit statistisch belegter Genauigkeit, und die tatsächliche Anzahl kann höher oder niedriger sein.

Der Modellanteil wird als Näherungswert / (sichtbare Rezensionen + Näherungswert) berechnet. Die sichtbare Rezensionszahl ist ein Bestand zum Abrufzeitpunkt, die Hinweisspanne betrifft einen Zeitraum. Der Quotient ist daher keine gemessene jährliche Löschquote. Die Gesamtzahl der Rezensionen im selben Zeitraum ist nicht bekannt.

1-Stern-Szenario

Diese Was-wäre-wenn-Rechnung ergänzt die sichtbaren Rezensionen rechnerisch um den oben beschriebenen Näherungswert entfernter Rezensionen und setzt für jede davon 1 Stern an. Sie wird als (Google-Rating × sichtbare Rezensionen + Näherungswert × 1) / (sichtbare Rezensionen + Näherungswert) berechnet. Das bereits gerundete Google-Rating wird als Ausgangswert verwendet; zwei angezeigte Nachkommastellen sind keine Aussage über die Genauigkeit.

Das Ergebnis ist kein tatsächliches oder „wahres“ Rating und keine gesicherte Untergrenze. Anzahl und Sterne der entfernten Rezensionen sind unbekannt. Es gibt insbesondere keinen Nachweis, dass diese Rezensionen alle 1 Stern hatten. Auch ist die Hinweisspanne auf einen Zeitraum bezogen, während das angezeigte Rating und die sichtbare Rezensionszahl einen Bestand abbilden. Das Szenario rekonstruiert deshalb kein historisches Rating.

Beispiel: Bei 4,5 Sternen, 100 sichtbaren Rezensionen und der Spanne 21–50 ergibt der Mittelpunkt 35,5 einen Szenariowert von rund 3,58. Mit 50 angenommenen 1-Stern-Rezensionen wären es rund 3,33. Der Mittelpunkt liefert also keinen gesicherten niedrigsten Wert. Für „über 250“ wird nur der frei gewählte Rechenwert 300 eingesetzt; eine endliche Obergrenze ist nicht bekannt.

Die Szenarioansicht zeigt nur Profile mit beobachtetem Hinweis und gültigen Rechenwerten, standardmäßig nach aufsteigendem Szenariowert. Das ist keine Bewertung der Betriebsqualität oder der Berechtigung von Beschwerden. Fehlende Werte werden nicht als 0 Sterne dargestellt.

Grenzen und personenbezogene Profile

Kein Google-Hinweis beim Abruf bedeutet nicht, dass keine Rezensionen entfernt wurden. Ein vorhandener Hinweis sagt nichts darüber aus, ob eine Beschwerde berechtigt war. Sprache, Oberfläche, Suchauswahl und technische Erkennung können die Ergebnisse beeinflussen. Die Stichprobe umfasst auch Orte im Umland und ist nicht repräsentativ für alle Betriebe.

Heilberufe und personenbezogene Einzelpraxen können durch eine Namensnennung besonders unmittelbar betroffen sein. Das Dashboard trifft keine Aussage über fachliche Qualität, Behandlungsstandards oder Berufsausübung. Konkrete Fehler, veraltete Zuordnungen und rechtliche Beanstandungen können über die Korrekturseite gemeldet werden.

Veröffentlichung und Nachvollziehbarkeit

Die Website enthält die für Filter, Tabelle und Karte erforderlichen Profildaten direkt im HTML; sie sind technisch auslesbar. Es werden keine zusätzlichen Rohdaten-CSV, separaten Ranglisten oder alten Diagrammdateien in das Website-Artefakt übernommen. Diese Beschränkung macht die im Dashboard angezeigten Daten nicht geheim und betrifft nicht etwaige gesonderte Quellcode-Repositories.

Die Google-Profile sind verlinkt. Ihr heutiger Inhalt kann von der historischen Beobachtung abweichen. Lokale technische Fehlerdiagnosen können vollständige Seitenabbilder enthalten; sie gehören nicht zur Website-Veröffentlichung und müssen gesondert auf Datenminimierung und Aufbewahrung geprüft werden.

Journalistische Sorgfalt (§ 19 MStV)

§ 19 Abs. 1 Satz 3 MStV verlangt im jeweiligen Anwendungsbereich die Prüfung von Nachrichten auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt. Automatische Erkennung ersetzt keine erforderliche Nachprüfung. Fehlerhinweise werden über die Korrekturseite entgegengenommen; bestätigte Fehler sollen berichtigt und rechtlich unzulässige Inhalte entfernt werden.

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